Nach welchem Ansatz arbeite ich?
Ich habe im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit und auch als Mutter von drei Kindern viele verschiedene pädagogische Konzepte kennengelernt. Die Erfahrungen und Ansätze, die zu mir passen und hinter denen ich aus voller Überzeugung stehe, fließen heute in meinen pädagogischen Alltag ein. Am meisten identifiziere ich mich mit dem Situationsansatz.
„Sagst du es mir, so vergesse ich es.
Zeigst du es mir, so behalte ich es vielleicht.
Lässt du es mich tun, so verstehe ich es.“
(Konfuzius)
Im Situationsansatz geht es darum, Kindern die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt und selbstständig Erfahrungen zu sammeln. Durch ihr eigenes Handeln lernen sie nachhaltig. Ihre natürliche Entdeckerfreude und ihr Forscherdrang führen sie ganz von selbst in Situationen, in denen sie spielerisch ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickeln können.
Das bedeutet für mich, die Interessen, Wünsche und Themen der Kinder aufzugreifen und ihnen Raum zu geben. Es gibt keinen starren Lehrplan, den wir abarbeiten müssen. Stattdessen gestalten wir unseren Alltag gemeinsam und orientieren uns an dem, was die Kinder gerade bewegt. So kann ich gezielt Angebote schaffen, die die Entwicklung jedes einzelnen Kindes altersgerecht unterstützen.
Findet ein Kind zum Beispiel einen Regenwurm im Garten oder entdeckt eine Schnecke auf unserem Spaziergang, darf daraus auch spontan ein kleines Naturprojekt entstehen. Gemeinsam beobachten wir, stellen Fragen und entdecken die Welt mit allen Sinnen.
Ihr seid die Experten für euer Kind. Meine Arbeit sehe ich als familienergänzend, unterstützend und begleitend an. Damit ich die Entwicklung eures Kindes gut im Blick habe, arbeite ich mit der Beobachtungsschnecke. Sie umfasst folgende Entwicklungsbereiche:
- Denken
- Hören, Sehen und Verstehen
- Sprechen
- Bewegung und Geschicklichkeit
- Körperkontrolle
- Emotionalität und soziales Miteinander
Gerne erläutere ich euch die Beobachtungsschnecke und die einzelnen Entwicklungsbereiche ausführlich in einem persönlichen Elterngespräch.
Pflege
Die Kinder werden vor dem Mittagsschlaf und selbstverständlich auch nach Bedarf gewickelt. Bitte denkt daran, eurem Kind ausreichend Windeln und Feuchttücher mitzugeben. Sollte etwas zur Neige gehen, informiere ich euch selbstverständlich rechtzeitig.
Außerdem benötigt jedes Kind ausreichend wettergerechte Wechselkleidung, damit wir bei jedem Wetter draußen unterwegs sein können.
⸻
Unsere Räumlichkeiten
In unserem Haus stehen mir zwei Räume zusätzlich zu unseren Wohnräumen zur Verfügung, die ich speziell für die Kinder gestaltet habe. Sie grenzen direkt an Küche und Esszimmer an und sind durch eine Verbindungstür miteinander verbunden. So habe ich eure Kinder jederzeit gut im Blick.
Im vorderen Raum befindet sich die Garderobe, in der jedes Kind seinen eigenen Platz hat. Außerdem stehen dort ein kleiner Tisch für gemeinsame Mahlzeiten und Angebote sowie Regale mit verschiedenen Materialien, die die Kinder selbstständig erreichen können.
Im angrenzenden Raum befinden sich eine gemütliche Kuschelecke, Bücher und verschiedene Spielmöglichkeiten. Über eine kleine Treppe gelangen die Kinder auf eine Hochebene mit einer Spielküche, die zum gemeinsamen Rollenspiel einlädt. Dort befindet sich außerdem der Wickeltisch. Zur Mittagszeit wird der Raum um die Betten ergänzt, sodass die Kinder in einer ruhigen Atmosphäre schlafen können.
Im Ess- und Wohnzimmer habe ich die Möglichkeit, je nach Bedarf verschiedene Bewegungselemente wie Balanciersteine oder ein Pikler-Dreieck aufzubauen.
Die Treppe ins Obergeschoss ist mit einem Treppenschutzgitter gesichert, sodass sich der Alltag der Kinder im Erdgeschoss abspielt. Dort befindet sich außerdem ein Badezimmer mit Dusche, das sich auch für Wasserangebote eignet. Für Kinder, die den Übergang zur Toilette üben möchten, steht selbstverständlich auch ein Töpfchen bereit.
Unser Garten
Zu unserem Haus gehört ein großer, komplett eingezäunter Garten, der den Kindern viel Platz zum Spielen, Entdecken und Bewegen bietet. Neben einem großen Sandkasten stehen verschiedene Fahrzeuge und altersgerechte Spielmöglichkeiten zur Verfügung, die zum Ausprobieren und gemeinsamen Spielen einladen.
Besonders wichtig ist mir, den Kindern die Natur näherzubringen. Deshalb legen wir gemeinsam Hochbeete an, in denen wir Obst und Gemüse pflanzen, pflegen und später auch ernten. So erleben die Kinder ganz nebenbei, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie Pflanzen wachsen.
Im Sommer pflücken wir gemeinsam Erdbeeren, beobachten, wie aus einer kleinen Tomatenpflanze Früchte wachsen oder freuen uns über die erste selbst geerntete Gurke. Solche Erlebnisse bleiben Kindern oft lange in Erinnerung.
Tiere in unserer Kindertagespflege
Tiere sind ein fester Bestandteil unseres Familienalltags und bereichern auch die Kindertagespflege. Seit dem Sommer 2025 lebt unser Labradorrüde Pepe bei uns. Die Kinder erleben den Alltag mit ihm und lernen unter meiner Aufsicht den respektvollen Umgang mit Hunden kennen.
Ab Herbst 2026 werden voraussichtlich auch unsere Hühner Teil der Kindertagespflege sein. Gemeinsam können wir sie versorgen, beobachten und erleben, wie wichtig Verantwortung und Fürsorge im Umgang mit Tieren sind. Außerdem erfahren die Kinder ganz nebenbei, wo Eier herkommen und wie spannend die Natur sein kann.
Es wird Tage geben, an denen wir gemeinsam nach den Hühnern schauen, frisches Wasser bringen oder beobachten, wie sie scharren und nach Futter suchen. Dabei lernen die Kinder ganz nebenbei Rücksicht, Verantwortung und einen achtsamen Umgang mit Lebewesen.
Der Kontakt zu den Tieren findet selbstverständlich immer unter meiner Aufsicht statt und orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und der Tiere.
⸻
Piep, piep, piep – guten Appetit
Zum Frühstück gebt ihr eurem Kind bitte eine Brotdose mit einem abwechslungsreichen Frühstück mit, damit es gestärkt in den Tag starten kann. Ich biete den Kindern Wasser an. Sollte euer Kind noch eine Milch- oder Breimahlzeit benötigen, sprechen wir dies selbstverständlich individuell ab.
Das Mittagessen koche ich täglich frisch, ausgewogen und möglichst mit regionalen Zutaten.
Beim Essen dürfen die Kinder – je nach Alter und Entwicklungsstand – mithelfen, den Tisch zu decken oder abzuräumen. So erleben sie Gemeinschaft und lernen ganz nebenbei Selbstständigkeit.
Nach der Mittagspause biete ich den Kindern einen kleinen Snack an, zum Beispiel Obst, Gemüse oder Joghurt.